Flüchtlingsintegration in den Arbeitsmarkt: Projekt gestartet

Sozialexperte der CDU-Fraktion Dr. Bernhauser: „Bewerber sind hochmotiviert“

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist die vom Stadtrat im Frühjahr dieses Jahres mehrheitlich beschlossene Maßnahme „Flüchtlingsintegration in den Arbeitsmarkt“ nach Einschätzung des Sozialexperten der CDU-Fraktion, Dr. Johannes Bernhauser, „erfolgreich gestartet“. Die ersten 42 Stellen zur Heranführung von geflüchteten Menschen an den hiesigen Arbeitsmarkt seien inzwischen von der Agentur für Arbeit genehmigt worden, informiert Bernhauser, der Sprecher des Ausschusses für Soziales, Wohnungswesen, Demografie und Gleichstellung ist, in der jüngsten Ausgabe der CDU-Fraktionszeitschrift „inform“. Hierbei handelt es sich nach seinen Angaben um handwerkliche Übungstätigkeiten im hausmeisterlichen Bereich von Schulen und Kindergärten, um Stellen im Grünflächenbereich auf Spielplätzen und Parks sowie in der kommunalen Umfeld-Erhaltung. Ebenso seien Stellen zur Verbesserung der Angebote in Schulmensen eingerichtet worden sowie 2 Stellen mit Dolmetscher- und Lotsenfunktion für die im Rahmen der Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) tätigen Migrantinnen und Migranten. Für das Zustandekommen dieses Förderprojekts habe sich Andreas Kuhlen in der „GL Service gGmbH“ maßgeblich eingesetzt, betont Bernhauser.

Breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten

Für alle Tätigkeiten gelte als Leitlinie, „dass sie zusätzlich und im öffentlichen Interesse sind und von der Agentur für Arbeit geprüft und zugelassen wurden“, erläutert der Sozialexperte der CDU-Fraktion. Weitere Stellen in anderen Arbeitsfeldern seien derzeit im Bewilligungsverfahren, „um den Geflüchteten ein möglichst großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, entsprechend ihrer bisherigen beruflichen Erfahrungen bzw. ihrer beruflichen Zielstellung in Deutschland, anbieten zu können“. Anfang Mai seien die ersten Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen gestartet worden. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereitgestellten Mittel seien für alle genehmigten Stellen verfügbar und abrufbereit. Bernhauser: „Gefördert wird eine Trägermaßnahme-Pauschale in Höhe von 250 Euro pro Monat für die Einrichtung, für Betreuung und Administration pro Stelle. Hinzu kommen die Kosten der Gewährung einer Mehraufwandspauschale für die Teilnehmenden in Höhe von 0,80 Euro pro geleistete Arbeitsstunde. Dieser Betrag wird nicht auf die Leistung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angerechnet.“

Die Flüchtlinge, die im Rahmen dieses Integrations-Projektes tätig seien, äußerten sich „sehr zufrieden über die freundliche Aufnahme und die gute Betreuung und sinnvolle Beschäftigung in der GL Service gGmbH“, unterstreicht Bernhauser. Sie fühlten sich wohl in den jeweiligen Teams und arbeiteten „gerne und hochmotiviert“ mit. Weitere Zuweisungen würden nach und nach folgen, kündigt Bernhauser an. Er hatte sich im Rat vehement für die Umsetzung des Projekts eingesetzt.

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