Herbert Reul bei der Senioren-Union

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 17. Februar 2016, 15:Uhr zu ihrem traditionellen Mittwochstreff in den Gronauer Tannenhof unseren Abgeordneten für das Bergische Land und Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Herrn Herbert Reul eingeladen. Er informierte die zahlreich erschienenen Besucher über das aktuelle Thema: „ Hat Europa zu spät gehandelt? Europa am Scheideweg“.

Unser Vorsitzender Herr Manfred Klein begrüßte Herrn Reul mit kritischen Anmerkungen zur augenblicklichen Stimmung zu politischen Entscheidungen in Deutschland  und dankte ihm für sein Kommen. Unser Landtagsabgeordneter  Herr Holger Müller zeigte seine Verbundenheit zur Seniorenunion mit seiner Anwesenheit.

Herr Reul dankte seinerseits für die Einladung, der er gerne gefolgt sei. Er schilderte die augenblickliche politische Lage in der EU und die Probleme der Mitglieder in ihren Ländern. Es entständen  immer wieder neue Probleme. Die Politiker argumentierten ihre Antworten vorsichtig, die Menschen erwarteten jedoch klare Antworten. Es gibt  aber zurzeit keine einfachen Antworten zur derzeitigen politischen Lage. Das europäische Parlament funktioniert, die Parlamentarier geraten unter den Druck ihrer Länder. Steht Europa am Scheideweg? Die Frage ist extrem schwierig. Nationale Emotionen und das egoistische Verhalten der Parlamentarier, fehlende Solidarität , fordernde Vorteile nur für das eigene Land, dazu die Probleme der Mitglieder in ihren  Ländern. Herr Reul betonte, er habe Achtung vor der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die vor schwierigen Aufgaben steht , sie anpackt, und mit ganzer Kraft die  Verantwortlichen der Mitgliedsländer in Gipfeltreffen und Konferrenzen zur Zusammenarbeit aufruft.

Die europäische Union steht vor dem zurzeit größten Problem, die ankommenden Flüchtlingsströme zu bewältigen. Maßnahmen wie Sicherung der Außengrenzen, Einhaltung des Schengener Abkommens, Asylrecht und Verteilung der Flüchtlinge auf die  einzelnen EU Länder schaffen neue Probleme innerhalb der Gemeinschaft, die zu lösen sind.- Herr Reul zählte die Gründe der Menschen auf, die zu uns wollen. Er verglich die heutige Situation mit den Völkerwanderungen in vergangenen Zeiten.

Auch die  augenblickliche politische Situation im eigenen  Land , Landtagswahlen, Verhalten einzelner Parteien wie z.B. die AFD führen nicht zur Lösung der vorherrschenden Flüchtlings- und Asyl- Probleme. Hier hat unsere Kanzlerin einen wichtigen Beitrag  geleistet, die  Nato zur Aufgabenbewältigung der Sicherung der Außengrenzen zu Europa zu gewinnen, um die  Flut der Asylsuchenden einzudämmen. Im Bundestag hat sie viele Aufgaben wie Erweiterung  sicherer Herkunftsländer, verschärfte  Abschiebeverfahren und Regelung zur Erstaufnahme angestoßen.

Herr Manfred Klein dankte für die hervorragende Rede, die mit Begeisterung aufgenommen wurde. Die anschließende Diskussion spiegelte die Sorgen und Nöte der Teilnehmer wider. Herr Klein wies auf den nächsten Beitrag am 16. März 2016 mit dem“ Bergischen Jung“, Herrn Willibert Pauels , hin.

Wilhelm Laufenberg

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