Metten: „Wir brauchen einen vernünftigen Verkehrsmix“

CDU-Fraktionschef begrüßt die ÖPNV-Taktverdichtung auf 30 Hauptstrecken im Kreisgebiet

Neue Verkehrsvorhaben sollten die Bürgerinnen und Bürger nach Überzeugung des Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Michael Metten, mit Aufgeschlossenheit und der Bereitschaft zu Veränderungen aufnehmen. Auf dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Zunahme von Stickoxid und Feinstaub in vielen Städten und Großstädten „müssen wir bereit sein, unsere eigenes Mobilitätsverhalten kritisch zu reflektieren“, betont Metten in einer Presseerklärung.

„Wir sind es uns selbst, aber auch unseren Kindern gegenüber schuldig, stärker als bisher den Gesundheitsaspekt in den Mittelpunkt unseres eigenen Mobilitätsverhalten zu rücken“

fügt er hinzu. Es sei die Aufgabe der Politik, Veränderungen einzuleiten und für einen vernünftigen Verkehrsmix nachhaltig zu werben. Die Verkehrspolitik stehe deshalb für die CDU-Stadtratsfraktion im laufenden Jahr „ganz oben auf der Agenda“.

„Mir und meinen Kolleginnen und Kollegen geht es nicht darum, das eine Verkehrsmittel gegen das andere auszuspielen. Wir brauchen im Stadtgebiet aber dringend einen besseren Verkehrsfluss mit weniger Staus. Das erreichen wir unter anderem durch den weiteren Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit einer vernünftigen Preisgestaltung. Auch an der Schaffung eines attraktiven Radwegenetzes sollten wir festhalten.“

so Metten. In diesem Zusammenhang nennt es der CDU-Fraktionsvorsitzende erfreulich, dass immer mehr ältere Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad nutzten. Die E-Bike-Entwicklung habe daran sicher einen großen Anteil.

Lob für den Kreistag

Positiv wertet Metten die vom Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises Ende letzten Jahres beschlossene deutliche Taktverdichtung von insgesamt 30 Hauptlinien, von der auch die Stadt Bergisch Gladbach profitiere. Durch diese von der CDU mitgetragene Qualitätsoffensive im ÖPNV würden seit Dezember letzten Jahres auf den Hauptstrecken in den Hauptverkehrszeiten dreimal pro Stunde die Busse fahren. Auch die Zubringerdienste zur Straßenbahn-Linie 1 hätten sich deutlich verbessert. Die dafür eingesetzten Mehrkosten von 1,5 Millionen Euro pro Jahr seien eine gute Investition.

Viele Verkehrsprobleme sind nach den Worten Mettens nicht mehr isoliert zu lösen. Insofern begrüße er die Einberufung des Runden Tisches „Verkehr im Rechtsrheinischen“, der am 27. Februar zu einer Informationsveranstaltung über seinen inzwischen erarbeiteten Maßnahmenplan ins Straßenbahnmuseum Thielenbruch (Beginn: 19.00 Uhr) einlädt. „Um die drängenden Verkehrsfragen in Bergisch Gladbach und im rechtsrheinischen Kölner Norden anzugehen, ist ein gemeinsames Vorgehen absolut wünschenswert“, unterstreicht Metten. Solche Foren seien auch deshalb zu begrüßen, weil die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger „sicherlich ebenfalls konstruktive Ideen und Lösungsansätze in der Verkehrspolitik einbringe“. Es sei dringend an der Zeit, „dass wir miteinander und nicht gegeneinander vorgehen“, empfiehlt Metten.

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