Mittwochstreff mit dem Bergischen Jung Willibert Pauels

 

Die Senioren-Union Bergisch Gladbach hatte am 16. März 2016 zu ihrem traditionellen Mittwochstreff in den Gronauer Tannenhof den im Rheinland bekannten Diakon, Willibert Pauels, den „Bergischen Jung“ eingeladen. Es erschienen weit über 60 Besucher. Sie alle wollten ihn sehen und erlebten einen fröhlichen Nachmittag mit ihm.

Unser Vorsitzender Manfred Klein begrüßte ihn und streifte kurz seinen  Lebensweg und stimmte die Besucher ein auf einen Vortrag voll sprühenden Witzes und Lebenswillen unter dem Motto „Kirche ,Kanzel und Karneval“.

Pauels stellte kurz sein Buch vor mit dem Titel „ Wenn dir das Lachen vergeht – Wie ich meine Depression überwunden habe“. Er gab zum Besten, wie wohl der Titel lauten könnte : Kirche-Karneval-Klapse? Dies ging  aber nicht, so wurde aus dem Werk ein Sachbuch. Von Depression war nichts zu spüren, im Gegenteil, der Bergische Jung schilderte die Höhen und Tiefen des Karnevals , sein Leben auf der Bühne und seine Erkenntnis, Bekloppte machen Bühne. Nicht die Bühne macht krank. Ihm wurde bei seiner Geburt durch die böse Fee ein Schwarzer Hund in die Wiege gelegt, so nannte er seine Depression. Sie ist kein Schicksal, sie ist eine Krankheit, die professionell behandelt werden muss. Er verwies auf  Schicksale bekannter Bühnenkollegen. Aus heutiger Sicht und Erkenntnis wird er nur noch dort auftreten, wo es ihm gefällt und hier im Saal  gefiel es ihm, auch, wenn es  so richtig „Knubbelich“ ist.

Mit immer wieder vorgetragenen Witzen hatte er die aufmerksamen Zuhörer auf seiner Seite und, beim Umgang mit seinem Kardinal konnte er berichten, dass dieser, kein Rheinländer aber auch kein Fundamentalist sei, ihn nie ermahnt habe, obwohl oft Beschwerden über das Verhaltens eines Diakons und Gottesmannes Willibert Pauels dem Kardinal vorgetragen wurde.

In seinem Vortrag zeigte er immer wieder Beispiele auf, dass berühmte Personen schon in der Antike und auch in den vorigen Jahrhunderten unter Depressionen litten. In einem Abschlusswort kam der Diakon zu Wort, indem Herr Pauels auf das kommende Osterfest und seine  Bedeutung hinwies.

von Wilhelm Laufenberg

 

Herbert Reul bei der Senioren-Union

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 17. Februar 2016, 15:Uhr zu ihrem traditionellen Mittwochstreff in den Gronauer Tannenhof unseren Abgeordneten für das Bergische Land und Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Herrn Herbert Reul eingeladen. Er informierte die zahlreich erschienenen Besucher über das aktuelle Thema: „ Hat Europa zu spät gehandelt? Europa am Scheideweg“.

Unser Vorsitzender Herr Manfred Klein begrüßte Herrn Reul mit kritischen Anmerkungen zur augenblicklichen Stimmung zu politischen Entscheidungen in Deutschland  und dankte ihm für sein Kommen. Unser Landtagsabgeordneter  Herr Holger Müller zeigte seine Verbundenheit zur Seniorenunion mit seiner Anwesenheit.

Herr Reul dankte seinerseits für die Einladung, der er gerne gefolgt sei. Er schilderte die augenblickliche politische Lage in der EU und die Probleme der Mitglieder in ihren Ländern. Es entständen  immer wieder neue Probleme. Die Politiker argumentierten ihre Antworten vorsichtig, die Menschen erwarteten jedoch klare Antworten. Es gibt  aber zurzeit keine einfachen Antworten zur derzeitigen politischen Lage. Das europäische Parlament funktioniert, die Parlamentarier geraten unter den Druck ihrer Länder. Steht Europa am Scheideweg? Die Frage ist extrem schwierig. Nationale Emotionen und das egoistische Verhalten der Parlamentarier, fehlende Solidarität , fordernde Vorteile nur für das eigene Land, dazu die Probleme der Mitglieder in ihren  Ländern. Herr Reul betonte, er habe Achtung vor der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die vor schwierigen Aufgaben steht , sie anpackt, und mit ganzer Kraft die  Verantwortlichen der Mitgliedsländer in Gipfeltreffen und Konferrenzen zur Zusammenarbeit aufruft.

Die europäische Union steht vor dem zurzeit größten Problem, die ankommenden Flüchtlingsströme zu bewältigen. Maßnahmen wie Sicherung der Außengrenzen, Einhaltung des Schengener Abkommens, Asylrecht und Verteilung der Flüchtlinge auf die  einzelnen EU Länder schaffen neue Probleme innerhalb der Gemeinschaft, die zu lösen sind.- Herr Reul zählte die Gründe der Menschen auf, die zu uns wollen. Er verglich die heutige Situation mit den Völkerwanderungen in vergangenen Zeiten.

Auch die  augenblickliche politische Situation im eigenen  Land , Landtagswahlen, Verhalten einzelner Parteien wie z.B. die AFD führen nicht zur Lösung der vorherrschenden Flüchtlings- und Asyl- Probleme. Hier hat unsere Kanzlerin einen wichtigen Beitrag  geleistet, die  Nato zur Aufgabenbewältigung der Sicherung der Außengrenzen zu Europa zu gewinnen, um die  Flut der Asylsuchenden einzudämmen. Im Bundestag hat sie viele Aufgaben wie Erweiterung  sicherer Herkunftsländer, verschärfte  Abschiebeverfahren und Regelung zur Erstaufnahme angestoßen.

Herr Manfred Klein dankte für die hervorragende Rede, die mit Begeisterung aufgenommen wurde. Die anschließende Diskussion spiegelte die Sorgen und Nöte der Teilnehmer wider. Herr Klein wies auf den nächsten Beitrag am 16. März 2016 mit dem“ Bergischen Jung“, Herrn Willibert Pauels , hin.

Wilhelm Laufenberg

Faszination Chemie – Senioren-Union diskutierte mit Currenta-Leiter Kundenkommunikation

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 20. Januar 2016 15: Uhr zu ihrem traditionellen Mittwochstreff in den Gronauer Tannenhof Herrn Dr. Ulrich Bornewasser eingeladen unter dem Motto Chemie.

Unser Vorsitzender Herr Manfred Klein begrüßte Herrn Dr. Ulrich Bornewasser, Leiter Kundenkommunikation/Fachpresse des Unternehmens Currenta und hieß ihn herzlich willkommen.

Herr Dr. Bornewasser  erklärte seine Überraschung über die hohe Teilnahme von Besuchern zum  Thema Chemie. Er nahm seine Zuhörer sofort mit in die Materie und fragte in die Runde, ob denn Chemiker, in der Chemie Tätige oder Chemielehrer im Saale seien. Sie würden sich ja auskennen. Aber eine Frage des Gewissens, wer erinnere sich noch an die Chemiestunde während der Schulzeit? War das ein Lieblingsfach? Wer mochte Chemieunterricht? Erinnern wir uns an den Film“Feuerzangenbowle. – Aber- keine Angst, ich werde Sie nicht mit Formeln überhäufen.

Herr Dr. Bornewasser erklärte Chemie und Naturwissenschaften sind sein Lebensinhalt . Er demonstrierte anhand von Fotos  kleine Experimente mit Kindern, um sie schon sehr früh für Chemie zu begeistern. Es folgte eine Einführung in die Welt der Farben. Lehrsätze wie „Farbe entsteht, wenn Licht auf Materie trifft “und Erklärungen  wie ein Regenbogen entsteht oder ,wie erklärt man die Farben des Federkleids eines  Pfaus .  Er schlug einen großen Bogen von der Steinzeit über das Mittelalter bis hin in unsere heutige Zeit.  Schon immer benötigte der Mensch Farben aus verschiedenen Anlässen, ob aus Naturprodukten, Organismen oder aber aus Chemie. Prozesse zur Herstellung von Farbe wie durch Fermentierung,  Pigmentieren und Oxidieren erklärte Herr Dr. Bornewasser  verständlich. Aus allen Erdteilen wurden Rohstoffe für die Herstellung importiert wie Ultramarin  ,Pigmente der Schildlaus und Indigo.

Die Chemie entwickelte sich weiter, Erdöl und als Nebenprodukt Teer sowie Leuchtgas(hergestellt in Fabriken in Döbeln an der Mulde ) und Chlor wurden gebraucht. Große chemische Unternehmen wie z.B. die IG Farben entstanden. Die Welt nutzte fossile Energieträger.

Eine neue Zeit der Nutzung nachhaltiger Energien entsteht. Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft und Geothermie sowie Bioenergie . Auch für die heutigen Anforderungen benötigt man neue und effiziente  Produktionsstätten  ,  Beispiel:  Industrieparks und hier der Chempark in Leverkusen oder in Dormagen als Verbund vieler Einzelproduktionsstätten zur Herstellung von Endprodukten zum Beispiel Kunststoffe. Ein Kernsatz gilt: Ohne Chemie gibt es keine nachhaltige Energie. Zur Entwicklung dieser neuen Energien benötigt die Industrie Akzeptanz, Rechts-und Planungssicherheit.

Herr Klein bedankte  sich , auch im Namen der Besucher für den spannenden und interessanten Vortrag. Herr Dr. Bornewasser  lädt die Seniorenunion zu einer Besichtigungsfahrt ein mit anschließender Bewirtung. Herr Klein hat ihn schon jetzt zu einer künftigen Veranstaltung eingeladen. -Zu Mittwochstreffs  am 17.02.16  mit Herrn Reul, Europa  Abgeorneter und am 16.03.16 mit Herrn  Pauels  ,dem Bergischen  Jung wurde nochmals hingewiesen.

von Wilhelm Laufenberg

Adventsfeier der Senioren-Union

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 09. Dezember 2015 um 15:00 Uhr  im Rahmen ihrer Mittwochnachmittagstreffs ihre Mitglieder, Ehrenmitglieder und willkommenen Gäste zu einer besinnlichen Vorweihnachtsfeier mit musikalischer Untermalung eingeladen.

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Senioren-Mittwochstreff mit Axel Becker über die Städtepartnerschaft mit Beit Jala

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 18. November 2015, 15:00 Uhr zu ihrem traditionellen Mittwoch  Nachmittagstreff wieder in das Hotel-Cafè Gronauer Tannenhof eingeladen. Herr Josef Mohr stellvertretender Vorsitzender der Seniorenunion hieß den Gastredner, Herrn Pfarrer Axel Becker, Mitinitiator und Förderer der Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und der palästinensischen Stadt Beit Jala herzlich willkommen und dankte ihm für sein Kommen. Der Einladung folgten zahlreiche Gäste und man war gespannt auf den Vortrag Herrn Pfarrer Beckers. Die für den heutigen Nachmittag vorgesehenen Spenden würden Herrn Becker für sein Werk der Städtepartnerschaft zu Gute kommen.

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Senioren-Mittwochstreff mit dem Domdechanten

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 21. Oktober 2015 , 15.00 Uhr zu ihrem traditionellen Nachmittagstreff in den Gronauer Tannenhof eingeladen. Herr Manfred Klein , Vorsitzender der Seniorenunion hieß Monsignore Robert Kleine, Domdechant an der Hohen Domkirche zu Köln als Gastredner herzlich willkommen und dankte ihm, das er es möglich machte, unserer Einladung zu folgen.
Monsignore Kleine wies zu Anfang seiner Ausführungen darauf hin, dass er der Vertreter des Domprobstes und als Mitglied des Domkapitels für eine Vielzahl von Aufgaben im Dom zuständig sei. Es bestehe für  ihn und die meisten  der gewählten Kapitulare Residenzpflicht .Sein Büro befinde sich im Zentrum der Stadt.
Monsignore Kleine ist am 01.03.1967 in Neuß geboren. Er ist stolz, Mitglied der Neußer Schützengilde zu sein. Er hat sich schon sehr früh für das Fach Religion interessiert und nach dem Abitur und dem Rat eines Großonkels entschlossen, Priester zu werden. Sein Traumwunsch war, Pastor in einer Gemeinde , aber es wurden immer wieder neue Aufgaben an ihn herangetragen  und schließlich gab ihm sein  Großonkel den Rat: „ Gehe dort hin, wohin man dich haben will.

Monsignore  Kleine wurde nach vorherigen Aufgaben als Domdiakon, Leiter der Erwachsenenseelsorge, Heiner Koch, damaliger Leiter im Hauptamt Seelsorge, betraute ihn mit der  Vorbereitung und Durchführung des Weltjugendtages 2005  in Köln, danach  vom Erzbischof zum Dom-und damit Stadtdechant  berufen. Nun bleibt man in Köln und ist gewiss, stirbt man, am Dom begraben zu werden. Er verglich den Domprobst als Hardware und sich selbst als Software. Das Domkapitel besteht aus zwölf Kapitularen zusammen mit Domprobst und Domdechant.  Die Frage wurde gestellt „wem gehört der Dom“, er gehört sich selbst. Seine Vertreter sind die Domkapitulare. Sie vertreten ihn in allen Rechtsgeschäften.

Monsignore Kleine erinnerte an das entsetzliche Attentat auf die Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker und wünschte ihr eine baldige Genesung. – Die Aufgabe eines Domdechanten ist zuerst die Durchführung der Feiern von Gottesdiensten, Leitung aller Betriebe am Dom , die Finanzgeschäfte zu führen, Aufrufe und Ankurbeln von Stiftungen, Schulung der Schweizer für ihren Dienst im Dom, Anmeldungen für Führungen im Dom durch approbierte Führer zu prüfen und zu genehmigen.

Monsignore Kleine erläuterte die Geschichte des  Doms, Gründe für die damalige Entscheidung , einen gotischen Dom zu bauen um  den Gebeinen der Heiligen Drei Königen eine würdige Stätte zu schaffen. Die Grundsteinlegung erfolgte 1248.  Er verwies darauf, dass dem damaligen Erzkanzler für Italien und Erzbischof von Köln, Rainald von Dassel die Gebeine 1162 für seine Verdienste  um die Erhaltung  der Macht des Kaisers in Italien  geschenkt wurden. Dieser führte sie dann mit den Reliquien von Gervatius, Protasius, Apollinaris, Nabor und Felix über den Rhein nach Köln .Die Reliquienverehrung und die damit verbundenen Pilgerfahrten und Wallfahrten dorthin brachten Reichtum und Anerkennung. Als man 1818 die Pläne für den seit 1322 unvollendeten Dom wiederfand, entschloß man sich, nach den Ideen des Sulpiz Boissareé,  ihn weiter  zu bauen . Die  feierliche Einweihung fand 1880 statt. Er war bis zu diesem Zeitraum staatliches Eigentum, erst danach wurde er dem Erzbistum Köln unterstellt.

Zum Abschluss hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zum Dom und der Situation der  Verschmutzung und Beschädigung, entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung solcher Situationen,  der  Flüchtlingsfrage, der Bedeutung des Richterfensters und vorhandene Erkenntnisse über Ergebnisse der Familiensynode in Rom zu stellen.

Herr Klein bedankte sich für den exzellenten Vortrag und kündigte den Besuch von Manfred Koch an, dem Sprecher der Bischofskonferenz. Alle Besucher waren begeistert von dem Vortrag von Monsignore Robert Kleine.

von Wilhelm Laufenberg

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