Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 16. September 2015, 15.00 Uhr zu ihrem traditionellen Treffen in den Gronauer Tannenhof eingeladen. Referentin war die frühere Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach, Landtagsabgeordnete und heutige Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft  Deutschlands(kfd) Frau Maria Theresia Opladen und Mitglied der Seniorenunion. Sie setzte in der CDU auf Stadt-, Landes- und Bundesebene jahrzehntelang politische Akzente.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende der Seniorenunion Herr Manfred Klein die Gäste , freute sich über ein neues Mitglied und bedankte sich bei Frau Opladen für ihre Bereitschaft, über das heikle und umstrittene Thema zu berichten.

Frau Opladen informierte die Gäste, dass sie während ihrer siebenjährigen Tätigkeit im Vorstand der katholischen Frauengemeinschaft stets die Rechte der Frauen vertreten habe. Zum aktuellen Thema führte sie aus,  das der Tod  zum Leben gehöre. Der deutsche Bundestag befasse sich zur Zeit mit der Frage der Sterbehilfe . Es seien parteiübergreifend vier Entwürfe zur Gesetzesänderung erarbeitet worden.

Die Selbsttötung an sich sei nicht strafbar. Man wolle jedoch klare rechtliche Verhältnisse in Bezug auf Beihilfe zur Selbstötung erreichen, um so Organisationen innerhalb Deutschlands die gewerbsmäßige Tätigkeit gegen Entgelt zu untersagen. Für die Ärzteschaft müssten klar formulierte Gesetze Hilfestellung geben im Verhalten gegenüber Patienten mit dem erklärten Wunsch, ihrem Leben ein Ende zu setzen  und um deren Hilfe bitten. Die Gründe für diese  Entscheidung sind vielfältig. Oft ist sie für ältere Menschen in ihrer Not die einzige Lösung, wenn unerträgliche Schmerzen, keine Aussicht auf eine Heilung, Hilflosigkeit und dass Gefühl, nutzlos zu sein bestehen.

Die deutsche Bischofskonferenz hat sich eindeutig für das Verbot der Beihilfe zur Selbsttötung ausgesprochen. Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach  unterstützt diesen Wunsch.

Frau Opladen erklärte abschließend, das es unumgänglich sei, das Patienten eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung, vom Patienten formulierte Behandlungswünsche und eine Patientenverfügung  besitzen sollten, nach Möglichkeit notariell beglaubigt.

Herr Klein bedankte sich bei Frau Opladen für ihren hochinteressanten Vortrag und  die zahlreichen  Gäste zeigten durch ihre Fragen, dass das Thema voll angenommen worden war. Die nächste Veranstaltung  findet am 21. Oktober 2015 statt, Gastredner wird der Domdechant Herr Kleine sein. Eine weitere Veranstaltung werde sich mit dem Flüchtlingsproblem beschäftigen.

von Wilhelm Laufenberg

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