„Wir brauchen die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger“

Erklärung des Fraktionsvorsitzender der CDU, Dr. Michael Metten, zum Start der Öffentlichkeitsbeteiligung des Vorentwurfs des neuen Flächennutzungsplans.

Eine rege Öffentlichkeitsbeteiligung am „Vorentwurf“ der Verwaltung zum neuen Flächennutzungsplan (FNP) hält der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion in Bergisch Gladbach, Dr. Michael Metten, für wünschenswert. In dem noch frühen Stadium des Verfahrens sollten die Bürgerinnen und Bürger bei den anstehenden Veranstaltungen von ihrem Recht regen Gebrauch machen, sich gründlich zu informieren und sich intensiv einzubringen, betont Metten in einer am Dienstag (23. August) veröffentlichten Presseerklärung zum Start der Öffentlichkeitsbeteiligung am FNP-Verfahren. „Für die CDU-Fraktion sind die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger ein zentraler Baustein im anstehenden Entscheidungsprozess“, so der Fraktionsvorsitzende.

Zugleich appelliert Metten an die Bürgerschaft, bei den mündlichen oder schriftlichen Meinungsbekundungen und Eingaben die notwendige Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren.  Was schon jetzt gelte: „In dieser Stadt brauchen wir neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung – das gilt sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe.“ Bergisch Gladbach solle weiterhin für ein „metropolnahes Wohnen im Grünen“ stehen, so Metten. „Von diesem Markenkern ausgehend müssen wir die verschiedensten – teilweise widerstreitenden – Interessen in Ausgleich bringen“, fügt er hinzu.  „Zum einen sollte Bergisch Gladbach auch künftig ein attraktiver Standort für Unternehmen sein, die Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort schaffen – und nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Gewerbesteuer leisten. Ebenso muss familiengerechter, bezahlbarer Wohnraum gebaut werden können.“ Ein zunehmend knapper werdendes Wohnangebot in Folge des Kölner Siedlungsdrucks führe zu steigenden Mieten und Immobilienpreise“, mahnt Metten.  „Ein solcher Zustand wäre besonders mit Blick auf junge Familien unverantwortlich“, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende

Der Flächennutzungsplan sollte nach Überzeugung Mettens nach „am Ende ein Instrument sein, das den Wert, in dieser Stadt zu leben und zu arbeiten, in den kommenden 25 bis 30 Jahren steigert“. In diesem Zusammenhang könne er sich auch neuere Wohnformen, wie zum Beispiel den Bau von Mehrgenerationenhäusern, vorstellen. „Unsere Stadt hat alle Chancen, sich mit Augenmaß und Verstand weiter zu entwickeln. Bergisch Gladbach braucht ein moderates Wachstum“, heißt es in der Erklärung.

Dr. Michael Metten im Wortlaut:

„Die Meinungen aus der Bürgerschaft sind wichtige Entscheidungshilfen“

„Nachdrücklich möchte ich an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergisch Gladbach appellieren, sich über den nun vorliegenden ‚Vorentwurf‘ des neuen Flächennutzungsplans gründlich zu informieren. Zugleich sollte in diesem frühen Stadium des Planens das Recht wahrgenommen werden, sich mündlich oder schriftlich zu den ausgewiesenen möglichen Flächen zur Erschließung neuer Gewerbegebiete und  bezahlbaren Wohnraums einzubringen. Für die CDU-Fraktion sind die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger ein zentraler Baustein im anstehenden Entscheidungsprozess.

Zugleich möchte ich dazu aufrufen, bei den Einlassungen und Meinungsbekundungen die notwendige gesamtstädtische Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren.  Was schon jetzt gilt: In dieser Stadt brauchen wir neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung – das gilt sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe. Bergisch Gladbach soll  weiterhin für ein ‚metropolnahes Wohnen im Grünen‘ stehen. Von diesem Markenkern ausgehend müssen wir die verschiedensten – teilweise widerstreitenden – Interessen in Ausgleich bringen. Zum einen sollte Bergisch Gladbach auch künftig ein attraktiver Standort für Unternehmen sein, die Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort schaffen – und nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Gewerbesteuer leisten. Ebenso muss familiengerechter, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden können. Ein zunehmend knapper werdendes Wohnangebot in Folge des Kölner Siedlungsdrucks führt zu steigenden Mieten und Immobilienpreise.  Ein solcher Zustand muss besonders mit Blick auf junge Familien und Senioren abgemildert werden. Auch die Schaffung von mehr Arbeits- und Ausbildungsplätzen durch die Ansiedlung neuer Unternehmen ist eine wichtige Zukunftsaufgabe.

Der Flächennutzungsplan sollte am Ende ein Instrument sein, das den Wert, in dieser Stadt zu leben und zu arbeiten, in den kommenden 25 bis 30 Jahren steigert. Das erreichen wir, wenn wir unsere Attraktivität  für neue Firmenansiedlungen erhöhen, und wenn wir ausreichend bezahlbaren Wohnraum schaffen. Auch neue Wohnformen – beispielsweise Mehrgenerationenhäuser – sollten entstehen. Bei allen Flächenneuausweisungen dürfen wir aber nicht die Lebensqualität der bereits hier lebenden Menschen aus dem Auge verlieren – neben dem Schutz der uns umgebenden Natur, die ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität in Bergisch Gladbach ist, ist dabei vor allem auf verkehrliche Lösungen zu verweisen. Unsere Stadt hat alle Chancen, sich mit Augenmaß und Verstand weiter zu entwickeln. Bergisch Gladbach braucht ein moderates Wachstum.“


Alle Informationen zum FNP inkl. Karten, Steckbriefe, Termine der Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie online auf der Seite der Stadt unter www.bergischgladbach.de/neuaufstellung-fnp.aspx

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