Faszination Chemie – Senioren-Union diskutierte mit Currenta-Leiter Kundenkommunikation

Die Seniorenunion Bergisch Gladbach hatte am 20. Januar 2016 15: Uhr zu ihrem traditionellen Mittwochstreff in den Gronauer Tannenhof Herrn Dr. Ulrich Bornewasser eingeladen unter dem Motto Chemie.

Unser Vorsitzender Herr Manfred Klein begrüßte Herrn Dr. Ulrich Bornewasser, Leiter Kundenkommunikation/Fachpresse des Unternehmens Currenta und hieß ihn herzlich willkommen.

Herr Dr. Bornewasser  erklärte seine Überraschung über die hohe Teilnahme von Besuchern zum  Thema Chemie. Er nahm seine Zuhörer sofort mit in die Materie und fragte in die Runde, ob denn Chemiker, in der Chemie Tätige oder Chemielehrer im Saale seien. Sie würden sich ja auskennen. Aber eine Frage des Gewissens, wer erinnere sich noch an die Chemiestunde während der Schulzeit? War das ein Lieblingsfach? Wer mochte Chemieunterricht? Erinnern wir uns an den Film“Feuerzangenbowle. – Aber- keine Angst, ich werde Sie nicht mit Formeln überhäufen.

Herr Dr. Bornewasser erklärte Chemie und Naturwissenschaften sind sein Lebensinhalt . Er demonstrierte anhand von Fotos  kleine Experimente mit Kindern, um sie schon sehr früh für Chemie zu begeistern. Es folgte eine Einführung in die Welt der Farben. Lehrsätze wie „Farbe entsteht, wenn Licht auf Materie trifft “und Erklärungen  wie ein Regenbogen entsteht oder ,wie erklärt man die Farben des Federkleids eines  Pfaus .  Er schlug einen großen Bogen von der Steinzeit über das Mittelalter bis hin in unsere heutige Zeit.  Schon immer benötigte der Mensch Farben aus verschiedenen Anlässen, ob aus Naturprodukten, Organismen oder aber aus Chemie. Prozesse zur Herstellung von Farbe wie durch Fermentierung,  Pigmentieren und Oxidieren erklärte Herr Dr. Bornewasser  verständlich. Aus allen Erdteilen wurden Rohstoffe für die Herstellung importiert wie Ultramarin  ,Pigmente der Schildlaus und Indigo.

Die Chemie entwickelte sich weiter, Erdöl und als Nebenprodukt Teer sowie Leuchtgas(hergestellt in Fabriken in Döbeln an der Mulde ) und Chlor wurden gebraucht. Große chemische Unternehmen wie z.B. die IG Farben entstanden. Die Welt nutzte fossile Energieträger.

Eine neue Zeit der Nutzung nachhaltiger Energien entsteht. Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft und Geothermie sowie Bioenergie . Auch für die heutigen Anforderungen benötigt man neue und effiziente  Produktionsstätten  ,  Beispiel:  Industrieparks und hier der Chempark in Leverkusen oder in Dormagen als Verbund vieler Einzelproduktionsstätten zur Herstellung von Endprodukten zum Beispiel Kunststoffe. Ein Kernsatz gilt: Ohne Chemie gibt es keine nachhaltige Energie. Zur Entwicklung dieser neuen Energien benötigt die Industrie Akzeptanz, Rechts-und Planungssicherheit.

Herr Klein bedankte  sich , auch im Namen der Besucher für den spannenden und interessanten Vortrag. Herr Dr. Bornewasser  lädt die Seniorenunion zu einer Besichtigungsfahrt ein mit anschließender Bewirtung. Herr Klein hat ihn schon jetzt zu einer künftigen Veranstaltung eingeladen. -Zu Mittwochstreffs  am 17.02.16  mit Herrn Reul, Europa  Abgeorneter und am 16.03.16 mit Herrn  Pauels  ,dem Bergischen  Jung wurde nochmals hingewiesen.

von Wilhelm Laufenberg