Lennart Höring zum Artikel „Wiese mit historischen Wurzeln“ vom 9. Mai 2018

Am 9. Mai 2018 hat der Kölner Stadt-Anzeiger im Lokal-Teil einen Artikel über das InHK-Projekt „Stadtgarten“ veröffentlicht, in dem viel Kritik geäußert wurde. Grund für unseren Bensberger Ratsherren und Ausschussvorsitzenden für Stadtentwicklung und Planung, mit einem Leserbrief darauf zu reagieren.

Leserbrief zum Artikel „Wiese mit historischen Wurzeln“ im KStA-Lokal-Teil Rhein-Berg vom 9. Mai 2018

Über die Berichterstattung zum Integrierten Handlungskonzept (InHK) Bensberg „Wiese mit historischen Wurzeln“ am 9. Mai 2018 habe ich mich gewundert. Es wird ausschließlich Kritik geäußert, am Projekt selber und am Namen.

Eine Aufwertung der im Volksmund eigentlich immer als „Krankenhauswiesen“ bekannten Grünflächen ist absolut wünschenswert. Heute sind die Wege eng und holprig, mit Kinderwagen oder Rollator nicht schön zu nutzen. Als Bensberger und Familienvater, der dort häufig spazieren geht, bin ich froh, dass es nach Beendigung dieser vom Land mit 70 Prozent(!) bezuschussten Maßnahme einen für Jung und Alt interessanten Erholungsraum bis hinauf zum Vinzenz-Pallotti-Hospital mit seiner unbeschreiblich schönen Aussicht geben wird. Mit Wiesen, die man natürlich weiterhin zum Drachensteigen und im Winter zum Rodeln nutzen kann. Und mit Qualität zum Verweilen, wie es in einem Stadtgarten sein sollte.

Natürlich kann dieser Stadtgarten derzeit noch kein Stadtgarten sein, wie das in der Bildunterzeile spitzfindig angemerkt wird. Noch kein Projekt konnte mit dem Zauberstab herbeigehext werden. Es braucht halt seine Zeit von der Planung bis zur Umsetzung und Nutzung!

Der Begriff „Stadtgarten“ hat seinen Ursprung übrigens im rechtskräftigen Bebauungsplan 5240 von 1981. Darin sind überwiegend Grünflächen und Wege mit dem Ziel festgelegt, diese Flächen vor einer Bebauung zu schützen – öffentlich überprüfbar im Geoportal. Auch im Denkmalpflegeplan (Teilplan Bensberg/Bockenberg) ist die Grünfläche mit „Stadtgarten“ bezeichnet.

Insgesamt betrachtet: Wir alle sollten froh sein, dass die Umsetzung der verschiedenen InHK-Leitprojekte mit insgesamt 33 Einzelmaßnahmen durch die 70-Prozent-Bezuschussung aus Landesmittel realisiert wird. Und zu einer Aufwertung unseres Stadtteils Bensberg führen wird. Wie der Name „Integriertes Handlungskonzept“ schon sagt, erhalten wir die Förderung nur, wenn wir verschiedene Maßnahmen in Bensberg kombinieren: Stadtentwicklung in der Schloßstraße, Quartiersentwicklung im Wohnpark, Aufwertung des Deutschen Platzes und eben auch der großen Grünfläche „Stadtgarten“, um nur einige Ziele zu nennen.

Nur durch eine überzeugende Darstellung der Vorplanungen für die Veränderungen in Bensberg konnte diese Bezuschussung erzielt werden. Hier hat die Verwaltung ganze Arbeit geleistet, was Anerkennung verdient. Auf diesem Hintergrund hat der Rat im Dezember 2016 das gesamte InHK – auch die Fördermaßnahme „Stadtgarten“ – einstimmig (!) beschlossen.

Lennart Höring
Vorsitzender des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses
Mitglied des Rates für Bensberg-Süd/Kaule